Beim 43. Bundeswettbewerb Informatik gehörten zwei junge Frauen zu den sechs Bundessiegerinnen und Bundessiegern: Annika Schmidt und Charlotte Steinberg. Beide engagieren sich im Rahmen von girls@BWINF und zeigen, welches Potenzial die gezielte Förderung von Mädchen und jungen Frauen in der Informatik entfalten kann.
Charlotte Steinberg wurde zusätzlich mit dem Ingo-Wegener-Preis für die beste Gesamtleistung ausgezeichnet. Beide Bundessiegerinnen haben sich gegen insgesamt 1.760 Teilnehmende in zwei Vorrunden durchgesetzt und in der Endrunde an der Technischen Universität München überzeugt.
Der Bundessieg im Bundeswettbewerb Informatik ist mit der Aufnahme in die Studienstiftung des deutschen Volkes verbunden. Die jüngeren Finalistinnen und Finalisten können zudem am Auswahlverfahren für das deutsche Team bei der Internationalen Informatik-Olympiade teilnehmen.
Erfolge der Mädchenförderung in Zahlen
Mädchen sind in informatischen Wettbewerben noch immer unterrepräsentiert. Initiativen wie girls@BWINF schaffen Zugangspunkte: Trainings, Camps und eine aktive Community, in der Teilnehmerinnen Gleichgesinnte treffen und sich fachlich weiterentwickeln können. Die Erfolge von Annika Schmidt und Charlotte Steinberg zeigen, dass diese Förderung wirkt – sowohl in der Breite als auch bei den Spitzentalenten.
Die Mädchenförderung zeigt messbare Wirkung: Im Bundeswettbewerb Informatik erreichte der Mädchenanteil mit 19 Prozent einen neuen Bestwert. Im Jugendwettbewerb Informatik liegt er bei rund 39 Prozent, beim Informatik-Biber bei 46 Prozent. Besonders erfreulich: Mädchen sind in den höheren Runden überproportional erfolgreich. Ihr Anteil unter den für die 2. Runde Qualifizierten stieg von 14 Prozent (39. Bundeswettbewerb) auf 20 Prozent (43. und 44. Bundeswettbewerb). Auch im Jugendwettbewerb Informatik 2025 lag die Mädchenquote in der 3. Runde bei 25,6 Prozent.